Curepipe auf Mauritius: Sehenswürdigkeiten & Hochland-Erlebnisse
25. Oktober 2026
Curepipe zeigt eine Seite von Mauritius, die zwischen Strandbildern leicht übersehen wird: eine grüne Hochlandstadt mit wechselhaftem Wetter, historischen Fassaden und einem bewachsenen Vulkankrater. Vom Rand des Trou aux Cerfs reicht der Blick bei klarer Sicht über das zentrale Inselinnere; im botanischen Garten stehen seltene Palmen zwischen alten Alleen.
Die Stadt eignet sich vor allem als Tagesziel und Ausgangspunkt für den Süden. Mit der Metro Express ist das Zentrum unkompliziert von Port Louis, Rose Hill, Quatre Bornes und Vacoas erreichbar. Domaine des Aubineaux verbindet Architektur und Teegeschichte, während Markt, Rathaus und Carnegie Library einen kompakten Einblick in den urbanen Alltag der mauritischen Hochebene geben.
Curepipe auf einen Blick
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Curepipe

Trou aux Cerfs: Blick in einen begrünten Vulkankrater
Der Trou aux Cerfs ist das markanteste Naturziel innerhalb Curepipes. Der annähernd kreisförmige Krater liegt in einem begrünten Wohngebiet oberhalb des Stadtzentrums. Sein Inneres ist dicht bewachsen und wirkt eher wie eine versunkene Waldsenke als wie eine kahle Vulkanlandschaft. Besucher kommen daher nicht für eine Lavawanderung, sondern für den Blick in den Krater und auf die zentrale Hochebene.
Mehrere Stellen entlang der Straße am Kraterrand eröffnen Aussichtsschneisen. Bei klarer Luft sind Teile der umliegenden Berglandschaft und der dicht besiedelten Hochlandregion zu erkennen. Wolken und Nebel können das Panorama jedoch innerhalb kurzer Zeit verdecken. Der Vormittag bietet häufig die besseren Sichtchancen, eine Garantie gibt es im feuchten Inselinneren aber nicht.
Der Kraterrand ist kein abgeschiedener Wanderweg: Auf der Straße verkehren Fahrzeuge, und nicht alle Abschnitte sind gleich komfortabel für Fußgänger. Für einen kurzen Spaziergang eignen sich die übersichtlichen Aussichtszonen; Familien sollten Kinder nahe am Straßenverkehr begleiten. Ein Abstieg in den bewachsenen Krater gehört nicht zum regulären Besuch und ist weder als Wanderung noch als Abkürzung sinnvoll.
Von Curepipe Central liegt Trou aux Cerfs außerhalb des kompakten Geschäftszentrums. Wer nicht bergauf durch Wohnstraßen laufen möchte, nimmt für die letzte Strecke ein Taxi. Leichte Jacke und Regenschutz gehören selbst dann ins Gepäck, wenn an der Küste Sonne herrscht.
Curepipe Botanic Gardens: alter Garten mit seltenen Palmen
Die Curepipe Botanic Gardens, auch als SSR Botanical Garden of Curepipe bezeichnet, liegen an der Route des Jardins. Der Garten ist weniger repräsentativ inszeniert als der bekannte botanische Garten von Pamplemousses. Sein Reiz liegt in der ruhigen Hochlandatmosphäre, in alten Baumgruppen und in Wegen, die durch üppige tropische Vegetation führen.
Botanisch besonders bedeutend ist Hyophorbe amaricaulis. Das im Garten stehende Exemplar wird in internationalen botanischen Verzeichnissen als einziges bekanntes überlebendes Individuum dieser Palmenart dokumentiert. Damit ist der Garten nicht nur eine Grünanlage, sondern auch ein Ort des international relevanten Pflanzenschutzes. Die Palme sollte ausschließlich von den vorgesehenen Wegen aus betrachtet werden.
Für den Besuch genügt meist ein gemächlicher Rundgang. Nach kräftigem Regen können Wege feucht oder rutschig sein, während tiefe Wolken dem Garten eine fast verwunschene Stimmung verleihen. Familien finden hier mehr Bewegungsraum als bei den Architekturstationen im Zentrum. Für botanisch Interessierte lohnt es sich, Zeit für Details einzuplanen, denn die Beschilderung ist nicht überall so ausführlich wie in einem modernen Schaugarten.
Domaine des Aubineaux: Kolonialhaus und mauritische Teekultur
Im südlich gelegenen Stadtteil Forest Side steht mit der Domaine des Aubineaux eines der bekanntesten historischen Häuser im Raum Curepipe. Das Anwesen verbindet ein kolonialzeitliches Wohnhaus, Gartenanlagen und Sammlungen zur Wohn- und Teegeschichte. Veranden, Holzarbeiten und erhaltene Innenräume vermitteln einen Eindruck davon, wie wohlhabende Familien im kühleren Hochland lebten.
Aubineaux bildet den nördlichen Ausgangspunkt der touristischen mauritischen Tea Route. Das Thema setzt sich außerhalb Curepipes in Bois Chéri und auf dem Anwesen Le Saint Aubin fort. Vor Ort gehören je nach gewähltem Besuchsangebot Hausbesichtigung, Garten und eine Teeprobe zusammen. Gerade bei Regen ist das historische Gebäude eine der sinnvollsten Stationen der Stadt.
Die Präsentation sollte nicht nur als nostalgische Kulisse gelesen werden. Häuser dieser Art sind eng mit kolonialen Besitzverhältnissen, Landwirtschaft, Arbeitsmigration und gesellschaftlichen Hierarchien verbunden. Wer die komplette Tea Route unternimmt, erhält in der Teefabrik von Bois Chéri einen deutlicheren Einblick in Verarbeitung und Produktion; Aubineaux konzentriert sich stärker auf Wohnkultur und den Beginn dieser Erzählung.
Forest Side liegt nicht direkt am Metro-Endpunkt. Die Weiterfahrt per Taxi oder lokalem Bus ist praktischer als ein langer Fußweg entlang stark befahrener Straßen. Wer anschließend nach Bois Chéri oder Saint Aubin weiterfahren möchte, organisiert die Route am bequemsten mit Mietwagen, Fahrer oder einer entsprechend ausgewiesenen Tour.
Hôtel de Ville de Curepipe: das historische Rathaus
Das Hôtel de Ville de Curepipe gehört zu den charakteristischen historischen Bauten der Stadt. Die Holzarchitektur, die breite Veranda und der Garten heben sich deutlich von den modernen Geschäftsgebäuden des Zentrums ab. Das Rathaus ist vor allem als Außenstation eines Architekturspaziergangs interessant und ein gutes Fotomotiv für Curepipes kolonialzeitliches Bauerbe.
Da es sich um ein kommunales Gebäude und nicht um ein reguläres Museum handelt, sollte ein frei zugänglicher Rundgang durch die Innenräume nicht vorausgesetzt werden. Die Außenansicht lässt sich mit der nahe gelegenen Carnegie Library und weiteren Fassaden im Zentrum verbinden. Besonders reizvoll wirkt das Ensemble bei weichem Hochlandlicht oder nach einem kurzen Regenschauer.
Carnegie Library: Bibliotheksgeschichte im Stadtzentrum
Die Carnegie Library of Curepipe ist Teil des historischen Bildungs- und Kulturprofils der Stadt. Ihr Name verweist auf die von Andrew Carnegie geförderte internationale Bibliotheksbewegung. Architektonisch ergänzt das Gebäude die nahe gelegenen kommunalen Bauten und macht deutlich, dass Curepipe über lange Zeit ein wichtiges Bildungszentrum von Mauritius war.
Für Reisende ist vor allem die Außenansicht verlässlich einzuplanen. Eine Bibliothek bleibt ein Arbeits- und Leseraum, kein klassisches Besichtigungsmuseum. Wer das Gebäude betreten möchte, respektiert Nutzungsregeln, Ruhebereiche und mögliche Einschränkungen für Fotografie. Zusammen mit Rathaus und Kirche entsteht eine kurze Kulturroute durch das Zentrum.
Église Sainte-Thérèse d’Avila
Die katholische Église Sainte-Thérèse d’Avila de Curepipe gehört zu den bedeutenden Sakralbauten der Stadt. Sie spiegelt die religiöse Vielfalt von Mauritius wider, wo katholische, hinduistische, muslimische und weitere Gemeinden eng nebeneinander leben. Die Kirche ist ein aktiver Gottesdienstort und kein ausschließlich touristisch genutztes Denkmal.
Außerhalb religiöser Feiern kann ein stiller Besuch möglich sein. Schultern und Knie sollten angemessen bedeckt sein; während einer Messe bleiben Rundgänge und auffällige Fotografie aus. Für Architekturinteressierte ergänzt die Kirche den Spaziergang zu Rathaus und Carnegie Library, ohne dass daraus eine lange Besichtigungstour werden muss.
Stadtzentrum, Markt und Einkaufen

Curepipe Central Market: Alltag statt Souvenirinszenierung
Der Curepipe Central Market ist eine gute Adresse, um den Alltag der Hochlandstadt kennenzulernen. Das Sortiment richtet sich in erster Linie an die lokale Bevölkerung. Je nach Marktbereich und Tagesangebot finden sich Obst, Gemüse, Gewürze, Haushaltswaren, Kleidung und Textilien. Das Erlebnis ist bodenständiger als in stark touristisch geprägten Marktanlagen.
Besonders interessant sind saisonale Produkte aus Mauritius und die Mischung unterschiedlicher kulinarischer Traditionen. Nicht jeder Stand bietet Kunsthandwerk oder typische Reiseandenken, und viele Waren sind importierte Alltagsprodukte. Wer Menschen oder einzelne Verkaufsstände fotografieren möchte, fragt vorher um Erlaubnis. Bargeld in kleinen Stückelungen ist für kleinere Einkäufe praktisch.
Arcades Currimjee als kompakte Regenoption
Die Arcades Currimjee sind eine innerstädtische Einkaufspassage mit Geschäften und gastronomischen Angeboten. Für Reisende ist sie vor allem als geschützter Zwischenstopp interessant, wenn kräftiger Regen einen Spaziergang unterbricht. Sie ist kein ausgedehntes Freizeit- oder Erlebniszentrum, ergänzt den Markt aber durch ein geordneteres Einkaufsumfeld.
Curepipe wurde außerdem lange mit dem Verkauf detailreicher Modellschiffe verbunden. Da Werkstätten und Verkaufsräume wechseln können, sollte man sich nicht auf ältere Ladenempfehlungen verlassen. Wer gezielt ein Modellschiff kaufen möchte, achtet auf nachvollziehbare Herkunft, Verarbeitung, verwendete Materialien und eine transportsichere Verpackung.
Ein sinnvoller Rundgang durch das Zentrum
Als Ausgangspunkt eignet sich die Station Curepipe Central. Von dort lassen sich Markt, zentrale Geschäftsstraßen und mehrere historische Fassaden grundsätzlich zu Fuß verbinden. Der Verkehr kann lebhaft sein, und Gehwege sind nicht überall breit oder vollkommen eben. Beim Überqueren größerer Straßen ist deshalb mehr Aufmerksamkeit nötig als in einer verkehrsberuhigten Altstadt.
- Start an Curepipe Central und Spaziergang zum Central Market
- Weiter zu Rathaus und Carnegie Library
- Abstecher zur Église Sainte-Thérèse d’Avila
- Pause in den Arcades Currimjee
- Fahrt zum Trou aux Cerfs oder zur Domaine des Aubineaux
Die historischen Schulen Royal College Curepipe und St Joseph’s College tragen ebenfalls zum Stadtbild bei. Es handelt sich jedoch um aktive Bildungseinrichtungen und nicht um frei zugängliche Sehenswürdigkeiten. Außenansichten sollten nur von öffentlichen Flächen aufgenommen werden; Schülerinnen und Schüler gehören nicht ohne Einwilligung ins Bild.
Essen und Teekultur in Curepipe

Tee in der Domaine des Aubineaux
Der gastronomisch engste Bezug zum touristischen Profil Curepipes findet sich in der Domaine des Aubineaux. Tee ist hier nicht bloß ein Getränk, sondern Teil einer inselweiten Geschichte von Landwirtschaft, Verarbeitung und Konsum. Eine Verkostung lässt sich mit der Hausbesichtigung verbinden und bildet einen passenden Auftakt für eine Weiterfahrt zur Teefabrik von Bois Chéri.
Die in Mauritius verbreiteten Gerichte dholl puri, gâteaux piments, boulettes, mine frite und alouda sind keine exklusiven Spezialitäten Curepipes. Sie begegnen Reisenden in vielen Städten der Insel. Der Markt und das Geschäftszentrum bieten Gelegenheit, die mauritische Alltagsküche kennenzulernen, doch Angebot und einzelne Stände verändern sich. Frisch zubereitete Speisen und gut besuchte Verkaufsstellen sind die sinnvollste Orientierung.
Was die mauritische Küche prägt
Die Küche der Insel verbindet indische, kreolische, chinesische, afrikanische und europäische Einflüsse. Currys, eingelegtes Gemüse, Chutneys, Reis- und Nudelgerichte stehen selbstverständlich nebeneinander. Im kühleren Hochland passen warme Tees und herzhafte Snacks besonders gut zu Regentagen. Wer empfindlich auf Schärfe reagiert, fragt nach der separaten Chiliwürze, die häufig erst beim Servieren ergänzt wird.
Curepipe mit Kindern

Geeignete Ziele für Familien
Curepipe besitzt keinen großen Freizeitpark, kein Aquarium und keinen Zoo. Für Familien liegt die Stärke vielmehr in kurzen, abwechslungsreichen Besichtigungen. Der botanische Garten bietet Platz für einen ruhigen Spaziergang, Trou aux Cerfs liefert ein leicht verständliches Naturthema, und die Domaine des Aubineaux verbindet ein altes Haus mit Garten und Teegeschichte.
- Curepipe Botanic Gardens: viel Grün und genügend Raum für einen gemächlichen Rundgang
- Trou aux Cerfs: kurzer Vulkanstopp ohne anspruchsvolle Wanderung
- Domaine des Aubineaux: wettergeschützte Innenräume und Garten
- Central Market: geeignet für ältere Kinder, die Farben, Gewürze und Alltagsleben spannend finden
Am Kraterrand ist der Straßenverkehr der wichtigste praktische Punkt. Kleinere Kinder sollten dort nicht frei vorauslaufen. Im botanischen Garten können nasse Wege nach Regen rutschig sein. Für einen Familientag empfiehlt sich daher eine Kombination aus einem Außen- und einem Innenziel statt eines starren Programms.
Die besten Ausflüge ab Curepipe

Black River Gorges National Park
Der Black River Gorges National Park liegt südwestlich von Curepipe und schützt einen bedeutenden Teil der verbliebenen einheimischen Waldlandschaft von Mauritius. Curepipe ist wegen seiner Lage im zentralen Hochland ein brauchbarer Ausgangspunkt, der Nationalpark gehört jedoch nicht zum Stadtgebiet. Für Wanderungen ist das Pétrin Information Centre einer der konkreten Zugänge.
Je nach Route reichen die Möglichkeiten von kurzen Naturstopps bis zu längeren Wanderungen. Wege können nach starkem Regen schlammig und rutschig werden. An Aussichtspunkten und im Wald lassen sich mit Geduld einheimische Vögel beobachten, Sichtungen sind jedoch nie garantiert. Feste Schuhe, Trinkwasser und Regenschutz sind wichtiger als Strandkleidung.
Ganga Talao beziehungsweise Grand Bassin
Ganga Talao, auch Grand Bassin genannt, liegt im Distrikt Savanne. Der Kratersee ist einer der wichtigsten hinduistischen Pilgerorte außerhalb Indiens. Tempel, Statuen und religiöse Zeremonien machen ihn zu einem kulturell bedeutenden Ziel, das mit derselben Rücksicht besucht werden sollte wie ein aktives Gotteshaus.
Besonders während Maha Shivaratri verändert der Pilgerverkehr die Straßen im zentralen und südlichen Inselinneren erheblich. Für Besucher stehen dann nicht touristische Bequemlichkeit, sondern Religion und Prozessionen im Mittelpunkt. Schuhe werden vor bestimmten Tempelbereichen ausgezogen; zurückhaltende Kleidung und respektvolle Fotografie sind angemessen.
Bois Chéri und Le Saint Aubin
Wer in Aubineaux mit der Teegeschichte beginnt, kann die Route nach Süden fortsetzen. Die Bois Chéri Tea Factory and Tea Museum erläutert Anbau und Verarbeitung des mauritischen Tees. Eine Verkostung mit Blick über die grüne Plantagenlandschaft gehört zu den bekanntesten Erlebnissen im südlichen Hochland.
Weiter südlich ergänzt Le Saint Aubin das Thema um ein historisches Anwesen und landwirtschaftliches Erbe. Aubineaux, Bois Chéri und Saint Aubin ergeben gemeinsam einen umfangreichen Ausflug; sie liegen nicht alle in Curepipe. Ein Mietwagen oder eine organisierte Fahrt ist dafür praktikabler als der Versuch, sämtliche Stationen mit wechselnden Lokalverbindungen zu kombinieren.
Tamarind Falls bei Henrietta
Die Tamarind Falls beziehungsweise Sept Cascades liegen westlich von Curepipe bei Henrietta im Raum Vacoas-Phoenix. Von Aussichtspunkten und Wanderpassagen öffnen sich Blicke auf mehrere Wasserfälle. Der Zugang ist jedoch deutlich anspruchsvoller, als Hochglanzfotos vermuten lassen: steile, rutschige und unübersichtliche Abschnitte gehören je nach Route dazu.
Für eine vollständige Schluchtenwanderung ist eine ortskundige Führung sinnvoll. Nach Starkregen steigt das Risiko, und Wasserstände können sich verändern. Der Ausflug eignet sich nicht als spontaner Stadtspaziergang und nur eingeschränkt für kleine Kinder oder Menschen ohne Trittsicherheit.
Eureka – La Maison Créole in Moka
Die historische Eureka – La Maison Créole liegt in Moka und ist ein separates Ausflugsziel. Das kreolische Herrenhaus ergänzt Aubineaux durch eine weitere Perspektive auf Architektur, Wohnkultur und koloniale Gesellschaft. Garten und Umgebung machen Eureka zu einer ruhigen Station auf einer Route durch das zentrale Mauritius.
Anreise und Mobilität
Mit der Metro Express nach Curepipe
Die bequemste öffentliche Verbindung führt mit der Metro Express bis Curepipe Central. Die Stadt ist dadurch direkt mit Vacoas, Quatre Bornes, Rose Hill und Port Louis verbunden. Die Verlängerung nach Curepipe ging 2022 vollständig in Betrieb und hat die Hochlandstadt wieder an einen schienengebundenen Verkehrskorridor angeschlossen.
Die Station liegt günstig für Markt und Geschäftszentrum. Trou aux Cerfs, der botanische Garten und die Domaine des Aubineaux liegen weiter außerhalb, sodass für diese Ziele ein Taxi, Bus oder längerer Fußweg nötig ist. Die Metro fährt nicht zum internationalen Flughafen und erschließt weder Ganga Talao noch den Black River Gorges National Park.
Mit Mietwagen, Bus und Taxi
Ein Mietwagen ist vor allem dann sinnvoll, wenn Curepipe Teil einer Route nach Bois Chéri, Ganga Talao oder in den Nationalpark ist. Im Stadtzentrum können dichter Verkehr, Einbahnregelungen und begrenzte Parkmöglichkeiten die Orientierung erschweren. Für einen reinen Stadtbesuch ist die Kombination aus Metro und Taxi meist entspannter.
Lokale Busse verbinden Curepipe mit zahlreichen Orten im Hochland und Süden. Für Reisende sind Linienführung, Haltepunkte und Umstiege jedoch nicht immer unmittelbar erkennbar. Bei abgelegenen Naturzielen sollte man nicht von einer durchgehenden Verbindung bis zum Wanderstart ausgehen. Vereinbarte Taxifahrten sind besonders für mehrere Außenstationen praktisch.
Wetter und beste Reisezeit
Warum Curepipe kühler und feuchter wirkt
Curepipe liegt auf der zentralen Hochebene und erhält deutlich mehr Wolken, Wind und Niederschlag als viele Küstenabschnitte. Selbst wenn es in Port Louis oder an der Westküste trocken ist, kann über Curepipe Nebel liegen. Rasche Wetterwechsel gehören zum Ortscharakter und sind kein seltenes Ausnahmephänomen.
Der mauritische Sommer von ungefähr November bis April ist warm, feucht und zugleich die Zeit mit erhöhtem Risiko für Starkregen und tropische Wirbelstürme. Von etwa Mai bis Oktober ist die Luft meist weniger schwül; im Hochland können Wind und Regen dann überraschend frisch wirken. Eine dünne Jacke ist ganzjährig nützlich.
So passt der Tagesplan zum Hochlandwetter
Für Trou aux Cerfs lohnt sich ein früher Blick auf Wolken und Sichtweite. Bei dichter Bewölkung bieten sich zunächst Domaine des Aubineaux, Markt oder Arcades Currimjee an. Der botanische Garten wirkt auch bei bedecktem Himmel reizvoll, während kräftiger Dauerregen die Wege unangenehm machen kann.
Nationalpark- und Wasserfallausflüge sollten nach Starkregen nicht allein nach einem festen Reiseplan beurteilt werden. Schlamm, eingeschränkte Sicht und höhere Wasserstände können die Bedingungen verändern. Für Curepipe selbst genügen meist geschlossene Schuhe, kompakter Regenschutz und flexible Reihenfolge.
Praktische Tipps für den Besuch
- Kleidung: Eine leichte Jacke und ein kleiner Regenschirm sind im Hochland fast immer sinnvoll.
- Schuhe: Rutschfeste Alltagsschuhe reichen für die Stadt; für Nationalparkwanderungen sind feste Wanderschuhe besser.
- Fotografie: In Kirche, Bibliothek und historischen Innenräumen zuerst nach Erlaubnis fragen.
- Verkehr: An Kreisverkehren und größeren Straßen besonders aufmerksam überqueren; auf Mauritius gilt Linksverkehr.
- Planung: Trou aux Cerfs bei klarer Sicht priorisieren und Innenziele als wetterfeste Reserve nutzen.
- Charakter des Ziels: Curepipe ist kein Badeort, sondern ein Stadt- und Hochlandziel.
Häufige Fragen zu Curepipe
Lohnt sich Curepipe als Tagesausflug?
Ja, besonders für Reisende, die neben den Stränden auch das zentrale Hochland von Mauritius kennenlernen möchten. Trou aux Cerfs, botanischer Garten, Stadtzentrum und Domaine des Aubineaux lassen sich zu einem abwechslungsreichen Tag verbinden.
Gibt es in Curepipe einen Strand?
Nein. Curepipe liegt im Inselinneren auf der zentralen Hochebene und besitzt keinen Strand. Die Stadt eignet sich für Vulkanpanorama, Gärten, Architektur und Teekultur, nicht für einen Badetag.
Wie kommt man von Port Louis nach Curepipe?
Die einfachste öffentliche Verbindung ist die Metro Express nach Curepipe Central. Von der Endstation sind Markt und Zentrum zu Fuß erreichbar; zu den weiter entfernten Attraktionen fährt man mit Taxi oder Bus weiter.
Kann man Trou aux Cerfs besteigen?
Trou aux Cerfs ist keine klassische Bergbesteigung. Besucher halten sich am erschlossenen Kraterrand auf und betrachten den bewachsenen Krater von oben. Ein Abstieg ins Innere ist kein reguläres touristisches Angebot.
Ist Curepipe für Familien geeignet?
Für einen ruhigen Tagesausflug ja. Der botanische Garten, Trou aux Cerfs und Domaine des Aubineaux sind die passendsten Ziele. Große Freizeitparks oder speziell inszenierte Kinderattraktionen gibt es im Stadtgebiet nicht.
Was kann man bei Regen unternehmen?
Die Domaine des Aubineaux ist die stärkste wettergeschützte Sehenswürdigkeit. Ergänzend eignen sich die Arcades Currimjee und überdachte Bereiche des Marktes. Kurze Schauer können für eine Tee- oder Einkaufspause genutzt werden.
Ist Curepipe ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen?
Innerhalb der Stadt gibt es vor allem kurze Spaziergänge. Für richtige Wanderungen fährt man zum Black River Gorges National Park, etwa zum Zugang bei Pétrin. Die Tamarind Falls bieten anspruchsvollere Touren, liegen jedoch ebenfalls außerhalb Curepipes.
Wie viel Zeit sollte man für Curepipe einplanen?
Für Markt, Architektur und Trou aux Cerfs genügt ein halber Tag. Mit botanischem Garten und Domaine des Aubineaux füllt Curepipe einen ganzen Tag. Bois Chéri, Ganga Talao oder der Nationalpark sollten als eigene Ausflüge beziehungsweise als Fortsetzung einer Hochlandroute geplant werden.