Blue Bay auf Mauritius: Lagune, Strände und Ausflüge
25. Oktober 2026
Türkisfarbenes Wasser, eine flache Lagune und Korallenfelder direkt vor der Küste prägen Blue Bay im Südosten von Mauritius. Der kleine Küstenort ist vor allem Ausgangspunkt für Schnorchel- und Glasbodenbootfahrten im Blue Bay Marine Park. Am öffentlichen Strand treffen Reisende auf mauritische Familien, Fischerboote und Tagesausflügler.
Blue Bay eignet sich zugleich als ruhige Basis für den historischen Südosten der Insel. Mahébourg mit Markt und National History Museum liegt nördlich, die Naturschutzinsel Île aux Aigrettes vor Pointe d’Esny und die bewaldete Vallée de Ferney an der Bucht von Grand Port. Damit verbindet der Ort Meeresnatur, Strandtage und kurze Kulturausflüge, ohne den Charakter eines großen Ferienzentrums anzunehmen.
Blue Bay auf einen Blick
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Blue Bay

Blue Bay Marine Park: das Naturerlebnis vor der Küste
Der Blue Bay Marine Park ist der wichtigste Grund für eine Reise nach Blue Bay. Das Schutzgebiet umfasst 353 Hektar Meeresfläche und schließt Teile der Lagune, Korallenlebensräume und die Gewässer um Île aux Deux Cocos ein. Es wurde zunächst in den 1990er-Jahren geschützt, später als Marine Park ausgewiesen und 2008 als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung in die Ramsar-Liste aufgenommen.
Die Lagune ist nicht überall gleich. In Ufernähe wechseln helle Sandflächen, Seegras und einzelne Korallenbereiche; ausgedehntere Korallenformationen werden meist mit dem Boot erreicht. Glasbodenfahrten richten sich an Besucher, die trocken bleiben möchten, während kombinierte Touren häufig einen Schnorchelstopp einschließen. Route, Dauer und Wasserzugang unterscheiden sich je nach Boot und Wetter.
Korallen dürfen weder berührt noch betreten oder abgebrochen werden. Auch Muscheln und andere Meerestiere bleiben im Schutzgebiet. Besonders wichtig ist Abstand zu Bootsfahrwegen: Von außen ist nicht immer zu erkennen, welche Zone gerade von Ausflugsbooten genutzt wird. Wer ohne Führung schnorchelt, bleibt deshalb in den vom Strand aus überschaubaren Bereichen und informiert sich vor Ort über Strömung, Sicht und Bootsverkehr.
Die ökologische Qualität des Parks ist nicht unveränderlich. Korallenbleiche, Stürme, Sedimente, Küstennutzung und intensiver Bootsverkehr können einzelne Flächen belasten. Blue Bay sollte daher nicht als unberührtes Aquarium beschrieben werden, sondern als wertvoller und zugleich empfindlicher Meereslebensraum, dessen Schutz vom Verhalten der Besucher abhängt.
Blue Bay Public Beach: Baden unter Filao-Bäumen
Der Blue Bay Public Beach bildet das gesellschaftliche Zentrum des Ortes. Der öffentliche Strand liegt an einer geschützten Seite der Lagune und bietet Blicke auf Île aux Deux Cocos, kleine Boote und das Farbspiel zwischen flachem Türkis und dunkleren Riffzonen. Bäume hinter dem Sand schaffen Schatten, was den Strand auch für längere Pausen und Picknicks angenehm macht.
Am frühen Vormittag ist die Atmosphäre häufig ruhiger, während Wochenenden und mauritische Feiertage deutlich lebhafter ausfallen. Dann kommen Familien mit Essen, Musik und Strandzelten aus Mahébourg und anderen Orten des Südostens. Gerade diese Mischung macht den Strand interessant: Er ist kein abgeschlossener Resortabschnitt, sondern ein tatsächlich genutzter öffentlicher Küstenraum.
Für kleine Kinder eignen sich ruhige, flache Uferbereiche, dennoch ersetzt die geringe Tiefe keine Aufsicht. Wind, Strömung und Bootsbewegungen können sich ändern. Beim Schwimmen sollte man Abstand zu an- und ablegenden Booten halten. Badeschuhe können an steinigen oder von Korallenbruch bedeckten Stellen hilfreich sein; intakte Korallenflächen sollten grundsätzlich nicht betreten werden.
Île aux Deux Cocos: Inselkulisse am Rand der Lagune
Die bewaldete Île aux Deux Cocos liegt gut sichtbar vor Blue Bay und gehört zu den charakteristischen Motiven des Marine Parks. Auf der kleinen Insel steht eine historische Villa aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, deren Gestaltung mauritische und maurisch inspirierte Elemente verbindet. Palmen, helle Strände und das umgebende Lagunenwasser erzeugen die klassische Inselkulisse, ohne dass die Insel weit vor der Küste läge.
Île aux Deux Cocos ist jedoch kein frei zugänglicher öffentlicher Picknickplatz. Die Insel wird privat bewirtschaftet; Landgänge erfolgen im Rahmen organisierter Tagesangebote oder genehmigter Veranstaltungen. Manche Bootsfahrten aus Blue Bay passieren oder umrunden sie lediglich. Eine Glasbodenfahrt durch den Marine Park schließt deshalb nicht automatisch einen Inselaufenthalt ein.
Bei einem organisierten Besuch stehen Strandzeit, Lagunenblicke und die historische Anlage im Vordergrund. Die Insel liegt innerhalb eines sensiblen Meeresraums, weshalb Bootsroute, Anlegestelle und zugängliche Flächen vorgegeben sein können. Für Fotografen ist bereits der Blick vom Blue Bay Public Beach attraktiv, besonders am Morgen, wenn die Wasseroberfläche häufig weniger bewegt ist.
Pointe d’Esny Beach: lange Lagune nördlich von Blue Bay
Nördlich beziehungsweise nordwestlich von Blue Bay zieht sich die Küste von Pointe d’Esny in Richtung Mahébourg. Der schmale helle Strand grenzt an eine weitläufige, flache Lagune. Das Wasser erscheint bei Sonne intensiv türkis, während die niedrige Bebauung und die vorgelagerten Riffbereiche für eine ruhigere Atmosphäre als an vielen bekannten Stränden im Norden und Westen von Mauritius sorgen.
Die Küste ist abschnittsweise von privaten Grundstücken gesäumt. Deshalb erfolgt der Zugang über vorhandene öffentliche Durchgänge und nicht beliebig durch Gärten oder Hotelanlagen. Auch ein durchgehend bequemer Strandspaziergang von Blue Bay nach Pointe d’Esny ist nicht zu jeder Zeit möglich: Wasserstand, schmale Strandpassagen und Grundstücksgrenzen können die Verbindung unterbrechen.
Pointe d’Esny eignet sich zum Baden, Spazieren und Beobachten der Lagune. Für ausgedehntes Schnorcheln ist der nächstgelegene Einstieg nicht automatisch der beste, denn Seegras, Wind und Strömung unterscheiden sich entlang der Küste. Der Strand ist vor allem eine gute Wahl für Reisende, die viel Horizont und wenig touristische Infrastruktur suchen.
Schnorcheln und Bootsfahrten in Blue Bay

Glasbodenboote ab dem öffentlichen Strand
Rund um den Blue Bay Public Beach werden touristische Glasbodenbootfahrten angeboten. Die Boote steuern ausgewählte Bereiche des Marine Parks an, über denen Korallen und Fische durch Sichtfenster im Boden beobachtet werden können. Für Nichtschwimmer, Familien mit jüngeren Kindern oder Besucher mit wenig Schnorchelerfahrung ist dies der einfachste Zugang zur Unterwasserlandschaft.
Es handelt sich nicht um eine Linienfähre mit einheitlicher Route. Einige Fahrten konzentrieren sich auf die Unterwasserbeobachtung, andere verbinden diese mit einem Schnorchelstopp oder einer privaten Inselumrundung. Vor dem Ablegen sollte klar sein, ob Schwimmwesten in passenden Größen vorhanden sind, wie viele Personen mitfahren und ob tatsächlich ins Wasser gegangen wird.
Gute Sicht hängt nicht allein von der Jahreszeit ab. Regen, Wind, Wellen, aufgewühlter Sand und die Tageszeit beeinflussen die Bedingungen kurzfristig. Häufig ist der Vormittag günstiger, doch auch dann gibt es keine Garantie. Bei unruhiger See ist eine verschobene Fahrt sinnvoller als ein Schnorchelstopp unter schlechten Bedingungen.
Schnorcheln vom Strand und vom Boot
Vom Ufer aus lässt sich in flachen Zonen schnorcheln, doch die spektakuläreren Korallenbereiche liegen nicht zwingend direkt vor dem Badestrand. Eine geführte Bootsfahrt erleichtert die Auswahl eines geeigneten Platzes und reduziert das Risiko, unbeabsichtigt in eine Fahrspur zu geraten. Anfänger profitieren von einer Schwimmweste, auch wenn die Lagune auf den ersten Blick ruhig wirkt.
Eine Maske mit gutem Sitz ist wichtiger als besonders aufwendige Ausrüstung. Flossen sollten so eingesetzt werden, dass sie weder Korallen noch Sediment aufwirbeln. Fische anzufüttern verändert ihr Verhalten und gehört nicht zu einem verantwortungsvollen Besuch. Ebenso sollten Unterwasserkameras nicht dazu verleiten, Tieren nachzusetzen oder sich an Korallen festzuhalten.
- Beste Tageszeit: möglichst vor stärkerem Wind und größerem Bootsaufkommen am Vormittag.
- Sicherheitsabstand: Boote, markierte Fahrwege und Anlegestellen großzügig meiden.
- Naturschutz: nichts berühren, sammeln, füttern oder auf dem Meeresboden zertreten.
- Sonnenschutz: UV-Shirt, Kopfbedeckung und Schattenpausen einplanen.
Naturausflüge rund um Blue Bay

Île aux Aigrettes: Naturschutz vor Pointe d’Esny
Die kleine Kalksteininsel Île aux Aigrettes liegt vor der Küste von Pointe d’Esny und wird von der Mauritian Wildlife Foundation als Naturreservat betreut. Besuche finden geführt statt; die Bootsfahrt beginnt üblicherweise am Küstenabschnitt von Pointe Jérôme. Der geregelte Zugang schützt die Insel und vermittelt zugleich, wie auf Mauritius geschädigte Ökosysteme wiederhergestellt werden.
Während der Führung geht es durch einen trockenen Küstenwald mit seltenen einheimischen Pflanzen. Zu den bekannten Schutzprojekten gehören Bestände der Rosentaube, des Mauritiuswebers sowie von Reptilien. Aldabra-Riesenschildkröten übernehmen auf der Insel teilweise ökologische Funktionen ausgestorbener mauritischer Riesenschildkröten. Welche Tiere tatsächlich zu sehen sind, hängt von Aktivität, Jahreszeit und Route ab.
Île aux Aigrettes ist kein frei begehbarer Strand und auch kein klassischer Badeausflug. Schuhe mit Halt, Trinkwasser und Sonnenschutz sind sinnvoll; Kinder sollten eine Führung zu Fuß bewältigen können. Wegen der kurzen Überfahrt und des anschaulichen Naturschutzthemas zählt die Insel zu den besten Familienausflügen im Südosten von Mauritius.
Vallée de Ferney: Wandern im einheimischen Wald
Bei Ferney und Vieux Grand Port schützt die Vallée de Ferney einen wichtigen Rest mauritischen Tieflandwaldes. Das Tal liegt landeinwärts an der historischen Bucht von Grand Port und bildet einen deutlichen Kontrast zur offenen Lagune von Blue Bay. Von der Besucherzone führen markierte Naturwege durch Wald, über feuchtere Talabschnitte und zu Aussichtspunkten auf die umliegenden Berge.
Die Vallée de Ferney ist eng mit dem Schutz des Mauritiusfalken und einheimischer Pflanzen verbunden. Geführte Touren vermitteln mehr als ein schneller Spaziergang, weil viele Arten ohne botanische oder ornithologische Kenntnisse leicht übersehen werden. Eine Sichtung des Falken lässt sich dennoch nicht versprechen. Nach Regen können Wege rutschig und schlammig sein.
Für die Wanderung sind geschlossene Schuhe, Wasser sowie Insekten- und Sonnenschutz sinnvoll. Länge und Anspruch sollten anhand der vor Ort ausgewiesenen Route gewählt werden. Das Gebiet eignet sich sowohl für naturinteressierte Familien mit wanderfreudigen Kindern als auch für Reisende, die abseits der Küste einen halben Tag im Grünen verbringen möchten.
La Cambuse Public Beach: offenere Küste bei Le Chaland
Südwestlich von Blue Bay liegt bei Le Chaland der La Cambuse Public Beach. Im Vergleich zur geschützten Blue-Bay-Lagune wirkt die Küste hier offener und naturbelassener. Heller Sand, niedrige Küstenvegetation und der Blick auf eine weniger dicht bebaute Landschaft machen La Cambuse zu einem interessanten Ziel für Strandspaziergänge und Picknicks.
Die Badebedingungen können anspruchsvoller sein als am Blue Bay Public Beach. Wind, Wellen und Strömungen treffen den offeneren Küstenabschnitt stärker, weshalb die Situation vor Ort entscheidend ist. La Cambuse ist daher kein pauschaler Ersatz für das geschützte Familienbaden in Blue Bay, sondern vor allem ein landschaftlicher Ausflug an die Südküste.
Blue Bay mit Kindern: Ausflüge für Familien

Welche Erlebnisse sich für welches Alter eignen
Blue Bay ist für Familien besonders angenehm, wenn Strand und kurze Ausflüge kombiniert werden. Kleinkinder profitieren von den flacheren Bereichen des öffentlichen Strandes und den Schattenplätzen unter Bäumen. Bei Glasbodenfahrten können Kinder Korallen sehen, ohne selbst schnorcheln zu müssen. Entscheidend sind passende Kinderwesten und ruhiges Wetter.
Schulkinder erhalten auf Île aux Aigrettes einen verständlichen Einblick in Arten- und Waldschutz. Das National History Museum in Mahébourg eignet sich als kürzeres Kulturprogramm oder als Alternative zu mehreren Stunden am Strand. Wanderungen in der Vallée de Ferney passen eher zu Kindern, die bereits sicher auf unebenen Wegen gehen.
- Für kleine Kinder: Blue Bay Public Beach und kurze Glasbodenfahrt.
- Für Schulkinder: Île aux Aigrettes und National History Museum.
- Für aktive Familien: leichter Naturweg in der Vallée de Ferney.
- Bei wechselhaftem Wetter: Museum in Mahébourg oder Bo’Valon Mall.
Der Strand kann an Wochenenden voll werden, was Familien einerseits eine lebendige Atmosphäre, andererseits weniger freie Schattenflächen bringt. Unter der Woche und am frühen Vormittag ist die Planung meist entspannter. Kinder sollten wegen der intensiven tropischen Sonne auch im Wasser UV-Kleidung tragen und regelmäßig im Schatten pausieren.

National History Museum im Château de Robillard
Das National History Museum von Mahébourg befindet sich in einem historischen Kolonialgebäude, das als Château de Robillard und auch als Château Gheude bekannt ist. Die Sammlungen widmen sich der niederländischen, französischen und britischen Geschichte von Mauritius sowie der Seefahrt im Indischen Ozean. Schiffsmodelle, Karten, Waffen, Porzellan und Funde aus Wracks veranschaulichen die maritime Bedeutung des Südostens.
Ein zentraler Themenkomplex ist die Schlacht von Grand Port im August 1810. In der engen, von Riffen und Inseln geprägten Bucht besiegten französische Seestreitkräfte ein britisches Geschwader. Es war ein bemerkenswerter französischer Seesieg während der napoleonischen Kriege, verhinderte jedoch nicht, dass die Briten Mauritius noch im selben Jahr eroberten.
Das Museum ist überschaubar und lässt sich gut mit der Mahébourg Waterfront oder dem Markt verbinden. Wer anschließend nach Pointe Canon geht, kann die historische Geografie der Bucht besser einordnen: vorgelagerte Inseln, schmale Fahrwasser und die Berge an der Ostseite von Grand Port werden von dort unmittelbar sichtbar.
Pointe Canon und Mahébourg Waterfront
Die Mahébourg Waterfront zeigt den Ort von seiner alltäglichen Seite. Entlang des Wassers öffnen sich Blicke über die Bucht von Grand Port, während Fischerboote, kleine Anlegestellen und Sitzplätze das Ufer prägen. Der Bereich ist besonders am späten Nachmittag reizvoll, wenn die Hitze nachlässt und sich die Berge jenseits der Bucht deutlicher abzeichnen.
Pointe Canon liegt am Uferbereich und erinnert mit Kanonen und Monumenten an die Militärgeschichte von Mahébourg. Der Punkt ist zugleich einer der besten frei zugänglichen Fotostandorte der Region. In der Ferne liegen Île de la Passe und Île aux Fouquets, die mit Befestigungen, Leuchtturmgeschichte und der Schlacht von Grand Port verbunden sind.
Bootsbesuche auf diesen kleinen Inseln sind keine reguläre Fährverbindung. Landgänge hängen von Anbieter, Wetter, Seegang und dem Zustand der historischen Anlagen ab. Wer sich hauptsächlich für die Landschaft interessiert, erhält bereits von Pointe Canon einen ausgezeichneten Überblick über die Inselwelt der Grand-Port-Bucht.
Frederik Hendrik Museum in Vieux Grand Port
Am Ostufer der Bucht liegt die historische Stätte von Frederik Hendrik in Vieux Grand Port. Sie erinnert an die niederländische Präsenz auf Mauritius und an die spätere französische Nutzung des Ortes. Archäologische Spuren, Gebäudereste und Ausstellungsstücke vermitteln, wie frühere Siedlungsversuche an dieser strategisch gelegenen Küste organisiert waren.
Der Besuch ergänzt das National History Museum, weil er Geschichte nicht nur in Vitrinen, sondern unmittelbar im Gelände zeigt. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit der Vallée de Ferney: Beide Ziele liegen im weiteren Raum Vieux Grand Port, behandeln jedoch ganz unterschiedliche Aspekte – hier koloniale Besiedlung, dort den Schutz des einheimischen Waldes.
Einkaufen und lokale Spezialitäten

Mahébourg Market
Für Lebensmittel, Gewürze, Kleidung und einfache Souvenirs ist der Mahébourg Market die wichtigste Adresse im Umfeld von Blue Bay. Der Markt ist besonders für seinen großen Montagsbetrieb bekannt. Dann füllen Obst, Gemüse, Kräuter, Textilien und Haushaltswaren die Hallen und angrenzenden Bereiche. Die Atmosphäre ist deutlich lokaler als in den touristisch ausgerichteten Einkaufszentren anderer Inselregionen.
An Imbissständen und in kleinen Lokalen rund um den Markt finden sich mauritische Snacks wie Dholl Puri, Samoussas und Gâteaux Piments. Hinzu kommen gefüllte Teigtaschen, frittierte Häppchen und süße Getränke wie Alouda. Wer scharfes Essen nicht gewohnt ist, sollte Chilisaucen zunächst sparsam probieren. Bargeld in kleinen Stückelungen erleichtert den Einkauf.
Biscuiterie Rault und Bo’Valon Mall
In Ville Noire bei Mahébourg bewahrt die Biscuiterie Rault die Tradition mauritischer Maniokkekse. Die trockenen, knusprigen Kekse werden aus Maniokstärke hergestellt und in mehreren Geschmacksrichtungen verkauft. Der kleine Betrieb ist weniger eine moderne Besucherattraktion als ein Stück regionaler Handwerks- und Ernährungsgeschichte.
Für Supermarktbedarf, Geldautomaten und moderne Geschäfte bietet sich die Bo’Valon Mall bei Beau Vallon an. Das Einkaufszentrum liegt nicht im Ortskern von Blue Bay, ist aber auf dem Weg zwischen Küste, Mahébourg und Flughafen praktisch. Für einen atmosphärischen Einkauf bleibt der Markt die bessere Wahl; für Alltagsbedarf und einen wetterunabhängigen Zwischenstopp ist die Mall funktionaler.
Was man im Südosten probieren sollte
Die Küche rund um Mahébourg verbindet kreolische, indische, chinesisch-mauritische und französische Einflüsse. Typisch sind Currys, Vindaye mit Senf und Gewürzen, gebratener Reis, Nudeln, Boulettes in Brühe sowie Fisch- und Oktopusgerichte. Streetfood ist ein wichtiger Teil der lokalen Esskultur und oft interessanter als ein ausschließlich auf internationale Hotelküche ausgerichtetes Menü.
Blue Bay besitzt nur eine begrenzte gastronomische Auswahl. Für mehr Abwechslung lohnt sich die kurze Fahrt nach Mahébourg, wo sich Marktstände, Bäckereien und einfache Restaurants konzentrieren. Frischer Fisch bedeutet nicht automatisch, dass jede Art aus nachhaltigem Fang stammt; im Bereich eines Meeresschutzgebiets ist ein bewusster Umgang mit angebotenen Rifffischen besonders angebracht.
Unterkünfte in und um Blue Bay
Direkt am Ort oder im Raum Mahébourg?
Wer morgens ohne längere Anfahrt am Strand und bei den Booten sein möchte, wählt eine Unterkunft direkt in Blue Bay. Zu den bekannten Häusern zählen das Le Peninsula Bay Beach Resort & Spa, das Chantauvent Guest House und das Blue Beryl Guest House. Gästehäuser und Apartments passen besonders zu Selbstversorgern und Reisenden, die nicht alle Mahlzeiten in einem Resort einnehmen möchten.
Nördlich schließen sich Unterkünfte in Pointe d’Esny und auf Pointe Jérôme an, darunter das Astroea Beach Hotel und das Preskil Island Resort. Diese Lage verbindet die Lagune mit der Nähe zu Mahébourg und dem Ausgangspunkt nach Île aux Aigrettes. Südwestlich liegen größere Anlagen im Raum Le Chaland, darunter Shandrani Beachcomber sowie Anantara Iko Mauritius.
Die Ortsbezeichnung in Buchungsportalen ist nicht immer geografisch exakt. Manche Häuser werben mit Blue Bay, obwohl sie in Pointe d’Esny, Pointe Jérôme oder Le Chaland liegen. Vor der Buchung lohnt sich deshalb ein Blick auf die tatsächliche Küstenlage, den öffentlichen Straßenzugang und die Entfernung zum Blue Bay Public Beach.
Anreise und Mobilität
Vom Flughafen nach Blue Bay
Der Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport bei Plaine Magnien liegt nur wenige Kilometer westlich von Blue Bay. Taxi, vorab organisierter Transfer oder Mietwagen sind die unkompliziertesten Möglichkeiten für die letzte Etappe. Die Fahrt ist vergleichsweise kurz, kann sich aber durch Verkehr, Abholformalitäten und die genaue Lage der Unterkunft verlängern.
Öffentliche Busse verbinden Orte im Südosten, sind mit Gepäck jedoch weniger bequem und verkehren nicht rund um die Uhr. Linienführung und Takt können sich ändern. Wer spät landet, mit Kindern reist oder eine Unterkunft abseits der Hauptstraße gebucht hat, ist mit einem bestätigten Transfer besser bedient.
Unterwegs zwischen Strand, Mahébourg und Ausflugszielen
Blue Bay selbst lässt sich im Bereich des öffentlichen Strandes gut zu Fuß erkunden. Für Mahébourg, Pointe Jérôme, La Cambuse oder Vallée de Ferney sind Taxi, Mietwagen oder organisierter Ausflug praktischer. Ein Mietwagen schafft Flexibilität, verlangt aber Gewöhnung an Linksverkehr und schmale Nebenstraßen.
Radfahren ist auf den verkehrsärmeren Abschnitten rund um Pointe d’Esny landschaftlich reizvoll, jedoch gibt es keine durchgehend geschützte Radroute. Hauptstraßen, Busse und fehlende Seitenstreifen machen längere Fahrten für ungeübte Radler wenig entspannt. Auch Fußwege entlang der Küste sind nicht überall durchgehend öffentlich oder befestigt.
Boote erfüllen unterschiedliche Zwecke: Ein Glasbodenboot ist keine Inselfähre, ein Schnorchelausflug kein Transfer und die Überfahrt nach Île aux Aigrettes Teil einer geführten Naturschutztour. Diese Angebote sollten bei der Planung klar getrennt werden.
Beste Reisezeit für Blue Bay
Trockenere Monate und Südostpassat
Von Mai bis Oktober ist Mauritius tendenziell kühler und trockener. Der Südosten liegt jedoch stärker im Einfluss des Passats als viele Buchten an der Westküste. Dadurch kann es in Blue Bay windiger sein, was an heißen Tagen angenehm ist, Schnorchelbedingungen und Bootsfahrten aber beeinträchtigen kann. Ruhige Vormittage sind oft die beste Gelegenheit für Aktivitäten auf dem Wasser.
Von November bis April ist es wärmer, feuchter und schwüler. Das Meer ist angenehm warm, zugleich treten häufiger kräftige Schauer und Gewitter auf. In diesen Zeitraum fällt auch die offizielle Zyklonsaison der Region. Ein Zyklon trifft Mauritius nicht in jedem Jahr direkt, doch Warnungen, hoher Seegang und abgesagte Bootsfahrten sind möglich.
Eine vollkommen verlässliche Schnorchelsaison gibt es nicht. Sichtweite und Wasserruhe können sich innerhalb eines Tages ändern. Wer Blue Bay wegen des Marine Parks besucht, sollte deshalb mehr als einen möglichen Bootstermin einplanen und die Reise nicht auf eine einzige, knapp bemessene Stunde am Abreisetag reduzieren.
Wie viele Tage lohnen sich?
Für Strand, Marine Park und Mahébourg genügen zwei bis drei gut geplante Tage. Mit Île aux Aigrettes, Vallée de Ferney und einem ruhigeren Strandtag lässt sich Blue Bay sinnvoll für vier bis fünf Nächte nutzen. Der Ort eignet sich außerdem als erste oder letzte Station einer Mauritius-Rundreise, da der Flughafen nahe liegt.
Wer vor allem Nachtleben, große Einkaufszentren oder eine breite Restaurantauswahl sucht, ist in anderen Inselregionen besser aufgehoben. Blue Bays Stärke liegt in der kompakten Verbindung aus Lagune, Naturschutz und Geschichte im Raum Grand Port.
Häufige Fragen zu Blue Bay
In welchem Land liegt Blue Bay?
Blue Bay liegt in der Republik Mauritius, an der Südostküste der Hauptinsel Mauritius. Der Küstenort gehört zum Distrikt Grand Port und befindet sich südlich von Mahébourg.
Ist Blue Bay dasselbe wie der Blue Bay Marine Park?
Nein. Blue Bay ist ein bewohnter Küstenort beziehungsweise eine Village Council Area. Der Blue Bay Marine Park ist das 353 Hektar große Meeresschutzgebiet vor der Küste.
Kann man in Blue Bay direkt vom Strand schnorcheln?
Ja, in geeigneten Uferbereichen ist Schnorcheln möglich. Größere Korallenformationen werden jedoch häufig per Boot besucht. Schwimmer sollten Abstand zu Anlegestellen und Fahrwegen halten und sich vor Ort über Strömung und Sicht informieren.
Ist der Blue Bay Public Beach kostenlos zugänglich?
Der Blue Bay Public Beach ist ein öffentlicher Strand. Besonders an Wochenenden und Feiertagen wird er intensiv von mauritischen Familien und Ausflüglern genutzt.
Kann man Île aux Deux Cocos frei besuchen?
Nein. Die Insel wird privat bewirtschaftet und ist nicht jederzeit frei zugänglich. Ein Landgang ist an ein organisiertes Tagesangebot oder eine entsprechende Genehmigung gebunden. Viele Bootsfahrten betrachten die Insel lediglich vom Wasser aus.
Eignet sich Blue Bay für Familien mit kleinen Kindern?
Die flachen Bereiche des öffentlichen Strandes und kurze Glasbodenfahrten sind gut für Familien geeignet. Kinder benötigen am Wasser dennoch ständige Aufsicht; für Bootsfahrten sollten Schwimmwesten in passender Größe vorhanden sein.
Was kann man bei Regen unternehmen?
Das National History Museum in Mahébourg und die Bo’Valon Mall sind die verlässlichsten wetterunabhängigen Ziele. Ein Besuch der Biscuiterie Rault kann ebenfalls passen. Bootsfahrten sind bei Wind, schlechter Sicht oder Gewitter keine sinnvolle Regenalternative.
Lohnt sich Blue Bay ohne Mietwagen?
Für Strand und Marine Park ist kein Mietwagen nötig. Für Mahébourg, Île aux Aigrettes, La Cambuse und Vallée de Ferney bieten Taxis oder organisierte Transfers ausreichend Flexibilität. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für mehrere selbstständig geplante Ausflüge im Südosten.