Somone im Senegal: Lagune, Strand und Ausflüge
24. Oktober 2026
Zwischen Atlantik, Mangroven und hellen Sandbänken liegt Somone an Senegals Petite-Côte. Das prägende Naturerlebnis ist die Lagune an der Mündung des kleinen Küstenflusses Somone: Pirogen gleiten durch flaches Wasser, Watvögel suchen an den Ufern nach Nahrung, und mit jeder Tide verändert sich das Bild.
Somone eignet sich weniger für klassisches Sightseeing als für ruhige Tage am Meer und in der Natur. Neben Strandspaziergängen und Vogelbeobachtung bieten sich Ausflüge zur Réserve de Bandia, nach Popenguine und in das weiter südlich gelegene Joal-Fadiouth an.
Somone auf einen Blick
Die schönsten Naturerlebnisse in Somone

Lagune de la Somone: das Herz des Küstenortes
Die Lagune de la Somone ist keine dauerhaft gleich aussehende Wasserfläche. Der kleine Küstenfluss Somone, der Atlantik, die Gezeiten und wandernde Sandkörper formen gemeinsam ein Mosaik aus flachen Wasserarmen, Schlickflächen, Mangroven und Sandbänken. Je nach Wasserstand treten Uferbereiche hervor oder verschwinden wieder unter dem einströmenden Meerwasser.
Besonders stimmungsvoll ist die Lagune am Morgen, wenn das Licht flach über dem Wasser liegt und noch wenig Bootsverkehr herrscht. Später am Nachmittag entstehen ebenfalls gute Bedingungen für Landschaftsfotografie. Wer sowohl bei niedrigerem als auch bei höherem Wasserstand kommt, erlebt zwei deutlich unterschiedliche Seiten der Lagunenlandschaft.
Die Sandbank an der Mündung wirkt auf den ersten Blick wie eine feste Grenze zwischen Lagune und Atlantik. Ihre Form kann sich jedoch verändern. Strömung, Wellengang und saisonale Küstendynamik bestimmen, wie breit einzelne Strandabschnitte sind und wo Wasser ausgetauscht wird. Deshalb sollten Besucher Durchgänge und flache Wasserarme nicht allein nach ihrem Aussehen beurteilen.
Réserve naturelle d’intérêt communautaire de la Somone
Teile der Lagunenlandschaft gehören zur Réserve naturelle d’intérêt communautaire de la Somone. Das gemeinschaftlich geprägte Schutzmodell verbindet den Erhalt des Feuchtgebiets mit lokalen Nutzungsformen. Mangroven sind dabei besonders wichtig: Sie stabilisieren Ufer, bieten Rückzugsräume für Jungfische und wirbellose Tiere und schaffen Nahrungs- sowie Rastplätze für Vögel.
Das Gebiet wird im internationalen Ramsar-Verzeichnis als bedeutendes Feuchtgebiet geführt; die dort verzeichnete Ramsar-Fläche beträgt 700 Hektar. Diese Angabe bezeichnet das anerkannte Feuchtgebiet und nicht die Fläche der Commune de Somone. Auch die Lagune, das kommunale Naturreservat und die Aire marine protégée de la Somone sollten nicht automatisch als deckungsgleiche Gebiete verstanden werden.
Für Reisende bedeutet der Schutzstatus vor allem, sich zurückhaltend zu bewegen. Sandbänke können Rastplätze sein, Mangroven sind keine Kulisse zum Durchbrechen, und an Vögel sollte nicht gezielt herangefahren werden. Eine naturkundlich gute Tour hält Abstand und erklärt die ökologische Funktion der Lagune, statt möglichst nah an Tiere heranzukommen.
Vogelbeobachtung zwischen Mangroven und Sandbänken
Flache Küstengewässer sind für zahlreiche Wasser-, Watt- und Zugvögel attraktiv. Rund um Somone lassen sich unter anderem Reiher, Seidenreiher, Kormorane, Watvögel und verschiedene Seeschwalben beobachten. Welche Arten tatsächlich anwesend sind, hängt von Jahreszeit, Wasserstand, Tageszeit und Störungen ab; bestimmte Sichtungen lassen sich nicht garantieren.
Ein Fernglas ist meist wertvoller als ein starkes Teleobjektiv, denn viele Beobachtungen gelingen schon vom Ufer. Bei fallendem Wasser werden Nahrungsflächen frei, während steigendes Wasser Vögel auf höher gelegene Ruheplätze konzentrieren kann. Gute Beobachter bleiben an einem ruhigen Punkt stehen, statt den Tieren über die Sandbank zu folgen.
Wer fotografiert, sollte auf Drohnen verzichten, solange keine eindeutige Genehmigung sowohl nach senegalesischem Recht als auch nach den örtlichen Schutzregeln vorliegt. Tiefe Überflüge können Schwärme aufscheuchen und Brut- oder Rastplätze erheblich stören. Für Bilder der Mangroven und spiegelnden Wasserarme genügt meist eine Position am Rand der Lagune.
Pirogenfahrt durch die Lagune
Eine Fahrt in einer lokalen Piroge vermittelt die räumliche Struktur der Lagune besser als ein reiner Uferspaziergang. Vom Wasser aus werden die Übergänge zwischen offenem Lagunenbecken, Mangrovenrand, Sandbank und Atlantik sichtbar. Die Route richtet sich nach Tide, Wind, Wasserstand und den jeweils zugänglichen Bereichen.
Vor der Abfahrt sollten Dauer, Strecke und Preis eindeutig vereinbart werden. Ebenso wichtig sind Schwimmwesten für alle Mitfahrenden, ein verantwortungsvoller Abstand zu Vögeln und eine Gruppengröße, die zum Boot passt. Seriöse Führer fahren nicht in empfindliche Mangrovenbereiche und landen nicht auf erkennbar von Vögeln genutzten Ruheplätzen an.
Für Naturbeobachtung eignen sich eher langsame Fahrten als schnelle Runden. Familien können eine kürzere Route wählen, während ornithologisch Interessierte mehr Zeit für einzelne Uferabschnitte einplanen. Bei starkem Wind, Gewitter oder ungünstiger Strömung sollte die Tour verschoben werden; die Einschätzung des lokalen Bootsführers ist dabei entscheidend.
Strand und Baden in Somone

Plage de Somone an der offenen Atlantikküste
Die Plage de Somone erstreckt sich am offenen Atlantik vor dem Küstenort. Sie eignet sich für lange Spaziergänge, Sonnenuntergänge und ruhige Stunden am Meer. Anders als an der geschützten Lagunenseite treffen hier Atlantikwellen direkt auf die Küste. Brandung und Strömung können deshalb deutlich kräftiger sein, als der breite Strand vermuten lässt.
Eine flächendeckende Badeaufsicht sollte nicht vorausgesetzt werden. Vor dem Schwimmen lohnt es sich, Wellenbild und Strömung zu beobachten und Einheimische nach der aktuellen Situation zu fragen. Bei hoher Brandung, Gewitter oder starkem Sog bleibt man besser im flachen Uferbereich. Kleine Kinder benötigen auch bei ruhiger Oberfläche ununterbrochene Aufsicht am Wasser.
Die Küstenlinie ist dynamisch: Wind, Wellen und saisonale Erosion können Breite und Beschaffenheit des Strandes verändern. Ein Zugang, der bei einem früheren Aufenthalt bequem war, muss daher nicht dauerhaft gleich aussehen. Badeschuhe sind nicht zwingend erforderlich, können an angespülten oder muschelreichen Stellen aber angenehm sein.
Lagunenmündung: schön, aber nicht automatisch sicherer
Das Wasser an der Mündung wirkt häufig ruhiger als der Atlantik. Dennoch ist dieser Bereich gezeitenabhängig. Wo Lagunenwasser und Meer zusammentreffen, können sich lokal kräftige Strömungen, Rinnen und wechselnde Tiefen bilden. Die Mündung ist daher nicht pauschal als Kinderbadestelle einzustufen.
Besonders reizvoll ist der Bereich für Spaziergänge und Landschaftsbeobachtung. Bei niedrigem Wasserstand werden Sandflächen sichtbar, während die Flut die Verbindungen zwischen einzelnen Wasserarmen verändert. Wer eine Sandbank betritt, sollte den Rückweg und den steigenden Wasserstand im Blick behalten und keine Abkürzung durch unbekannte Rinnen versuchen.
Fischerei, Ortsleben und senegalesische Küstenküche

Vom Fischerdorf zur Küstengemeinde
Somone wird in älteren Reisebeschreibungen häufig als Fischerdorf bezeichnet. Der Ursprung des Ortes ist im Küstenalltag weiterhin erkennbar, doch heute ist Somone eine eigenständige Commune im Département Mbour und zugleich Ferienort. Wohngebiete, touristische Unterkünfte, Gastronomie und Zweitwohnsitze haben den Siedlungsraum deutlich verändert.
Fischerei ist kein inszeniertes Besucherprogramm, sondern Arbeit. Boote, Netze, Anlandung und Verkauf sollten deshalb respektvoll beobachtet werden. Vor Nahaufnahmen von Fischern, Händlerinnen oder arbeitenden Gruppen ist um Erlaubnis zu bitten. Das gilt besonders für Porträts und für Bilder, auf denen Kinder eindeutig zu erkennen sind.
Auch die Nutzung von Mangroven und Lagune ist eng mit lokalen Lebensgrundlagen verbunden. Fischfang, die Gewinnung von Meeresprodukten und Naturschutz müssen dabei miteinander austariert werden. Reisende unterstützen diesen Ansatz, wenn sie lokale Führungen nutzen, keinen Müll zurücklassen und empfindliche Uferzonen nicht betreten.
Was man in Somone essen kann
Die Küche orientiert sich an der senegalesischen Küste. Häufig angeboten werden gegrillter oder geschmorter Fisch, wobei Art und Verfügbarkeit vom Tagesfang abhängen. Statt eine bestimmte Fischart zu erwarten, ist es sinnvoll, nach dem Fang des Tages und der Zubereitung zu fragen. So lassen sich auch lokale Bezeichnungen direkt klären.
Ceebu jën beziehungsweise Thiéboudienne kombiniert Reis, Fisch, Gemüse und eine kräftige Würzung. Yassa wird mit einer säuerlich-würzigen Zwiebelmarinade zubereitet und kann mit Fisch oder Huhn serviert werden. Weitere senegalesische Gerichte sind Caldou mit Fisch und Limette, Mafé mit Erdnusssauce sowie Pastels, kleine gefüllte Teigtaschen mit würziger Sauce.
Zu den verbreiteten alkoholfreien Getränken gehören Bissap aus Hibiskus und Bouye aus dem Fruchtpulver des Baobabs. Der Süßegrad kann erheblich variieren. Trinkwasser sollte aus sicher verschlossenen Flaschen oder aus einer nachweislich aufbereiteten Quelle stammen; Eiswürfel sind dort unproblematischer, wo dafür aufbereitetes Wasser verwendet wird.
Restaurants auswählen
In Somone liegen einfache Lokale und touristisch ausgerichtete Restaurants vor allem in Strandnähe, an Zufahrten zur Lagune und bei größeren Unterkünften. Da Namen und Betriebszeiten kleiner Betriebe wechseln können, ist die sichtbare Öffnung vor Ort verlässlicher als eine alte Plattformbewertung. Gerade außerhalb stark besuchter Zeiten öffnen manche Küchen erst nach Nachfrage oder Reservierung.
Vor der Bestellung empfiehlt es sich, Preis, Beilage und Portionsgröße zu klären. Bei Fisch kann nach Gewicht, Stück oder Gericht abgerechnet werden. Wer Allergien hat, sollte insbesondere Erdnüsse, Fischsaucen und Meeresfrüchte ausdrücklich ansprechen, da Mafé und manche Würzpasten entsprechende Zutaten enthalten können.
Die besten Ausflüge ab Somone

Réserve de Bandia: Tierbeobachtung im Hinterland
Die Réserve de Bandia liegt im Hinterland der Petite-Côte und nicht in Somone. Sie ist eine privat beziehungsweise bewirtschaftete Réserve, kein senegalesischer Nationalpark. Besucher erkunden das Areal üblicherweise mit einem geeigneten Fahrzeug und einem Guide auf festgelegten Fahrwegen.
Bandia ist für Beobachtungen großer Säugetiere und Vögel bekannt. Zum Bestand der Réserve zählen unter anderem Giraffen, Antilopen, Zebras, Nashörner, Strauße und Affen; welche Tiere während einer konkreten Rundfahrt zu sehen sind, bleibt offen. Die Landschaft aus trockener Savanne, Busch und markanten Baobabs ist auch unabhängig von einzelnen Sichtungen sehenswert.
Für die Anreise führt die Route von Somone landeinwärts in Richtung Sindia und Bandia. Ein organisierter Transfer oder ein Fahrzeug mit Fahrer ist praktischer als die Suche nach spontanen Verbindungen am Reservatseingang. Für Kinder ist die Tour gut geeignet, wenn sie längeres Sitzen im Fahrzeug vertragen und Tiere auch mit Abstand beobachten können.
Popenguine: Naturreservat und Wallfahrtsort
Nordwestlich von Somone liegt Popenguine, einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte Senegals. Die Basilique Notre-Dame de la Délivrande und das marianische Heiligtum prägen den Ort. Besonders rund um die jährliche Pfingstwallfahrt kommen zahlreiche Pilger; dann unterscheiden sich Verkehr und Atmosphäre deutlich von einem gewöhnlichen Besuchstag.
Kirchen und Heiligtum sind religiöse Orte, keine bloßen Fotokulissen. Schultern und Knie sollten angemessen bedeckt sein, Gottesdienste nicht gestört und Personen nur mit Zustimmung fotografiert werden. Wer während einer Feier eintrifft, bleibt im Hintergrund und folgt den Hinweisen der kirchlichen Verantwortlichen.
Mit der Réserve naturelle de Popenguine besitzt der Ort außerdem ein geschütztes Küstengebiet. Die Landschaft unterscheidet sich von Somones Lagune: Küstenhänge, trockene Vegetation, Felsen und Meeresblicke stehen stärker im Mittelpunkt. Für Wanderungen oder naturkundliche Rundgänge ist eine lokale Begleitung sinnvoll, da Zugänge und erlaubte Wege vom Schutzmanagement abhängen.
Joal-Fadiouth: Muschelinsel und Speicherinsel
Ein längerer Tagesausflug führt südlich entlang der Petite-Côte nach Joal-Fadiouth. Joal liegt auf dem Festland, während Fadiouth über eine Fußbrücke erreichbar ist. Die Insel ist für ihre mit Muschelschalen geprägten Wege und ihr dichtes Ortsbild bekannt. Sie darf nicht mit einer Insel in der Lagune von Somone verwechselt werden.
Zu den wichtigsten Stationen gehört das Cimetière mixte de Fadiouth auf einer separaten Insel. Der Friedhof wird häufig als Symbol des religiösen Zusammenlebens von Christen und Muslimen beschrieben. Er ist zugleich ein aktiver Erinnerungs- und Bestattungsort, weshalb ruhiges Verhalten, zurückhaltende Kleidung und sensible Fotografie selbstverständlich sein sollten.
Eine weitere kleine Insel trägt traditionelle Greniers à mil, Speicher für Hirse und andere Vorräte. Ein lokaler Rundgang hilft, die Funktionen der Inseln, Brücken und Gezeitenarme zu verstehen. Führungsangebote sollten klar vereinbart werden, bevor die Besichtigung beginnt.
Mbour: Fischereihafen und geschäftiger Küstenalltag
Wer einen deutlichen Kontrast zum ruhigen Somone sucht, kann nach Mbour fahren. Rund um den Port de pêche de Mbour treffen Fischerboote, Händler, Transportfahrzeuge und Verarbeitungsbetriebe auf engem Raum zusammen. Der Bereich ist Arbeitsplatz und einer der geschäftigsten Punkte der Stadt, kein museal aufbereiteter Besuchsort.
Feste Schuhe, wenig Gepäck und ein wachsamer Umgang mit Wertsachen sind zweckmäßig. Fotografiert werden sollte nur nach Zustimmung, besonders bei der Anlandung und beim Verkauf. Für einen ersten Besuch kann eine ortskundige Begleitung helfen, ohne Arbeitsabläufe zu behindern und die Fischereiwirtschaft der Petite-Côte besser einzuordnen.
Somone mit Kindern: passende Erlebnisse für Familien

Kurze Pirogenfahrt statt langer Bootstour
Für Familien ist eine kurze Fahrt auf der Lagune meist geeigneter als eine mehrstündige Vogelbeobachtung. Kinder sehen Mangroven, Pirogen und Sandbänke aus unmittelbarer Nähe, ohne lange stillsitzen zu müssen. Voraussetzung sind gut passende Schwimmwesten, Sonnenschutz und ein Bootsführer, der die Route an Wind und Tide anpasst.
Babys und sehr kleine Kinder sollten nur mitfahren, wenn eine geeignete Rettungsweste vorhanden ist. In offenen Pirogen gibt es kaum Schatten; Hut, langärmlige leichte Kleidung und Trinkwasser gehören deshalb zur Grundausstattung. Die Mittagshitze ist für eine Familienfahrt weniger angenehm als Morgen oder später Nachmittag.
Strand und Bandia kombinieren
Am Strand funktionieren Muschelsuche, Sandspiel und Spaziergänge besser als ein pauschal geplanter Badetag. Wegen Brandung und Strömung bleibt ein Erwachsener stets in unmittelbarer Nähe. Die Lagunenmündung ist nicht automatisch sicherer, da dort Gezeitenrinnen entstehen können.
Als größerer Familienausflug bietet sich die Réserve de Bandia an. Tiere werden aus dem Fahrzeug beobachtet, wodurch die Tour auch für Kinder möglich ist, die keine lange Wanderung bewältigen. Fernglas, Wasser und ein Snack helfen, Wartezeiten zwischen Beobachtungen zu überbrücken.
Beste Reisezeit, Wetter und Gezeiten
Trockenere Monate von etwa November bis Mai
An der Petite-Côte herrscht ein tropisch geprägtes Küstenklima. Von ungefähr November bis Mai fällt meist weniger Regen, während die Monate von Juni bis Oktober feuchter und schwüler sind. Die Übergänge variieren von Jahr zu Jahr; starre Schönwettergarantien sind deshalb nicht sinnvoll.
Die trockenere Phase bietet häufig angenehmere Bedingungen für Strandspaziergänge, Bandia und Ausflüge entlang der Küste. In den heißeren Monaten können hohe Luftfeuchtigkeit und intensive Sonne belastend sein. Auch in der Trockenzeit sind Wind, Atlantikbrandung und einzelne bewölkte Tage möglich.
Regenzeit und üppigere Landschaft
Während der feuchteren Jahreszeit fällt Regen oft in kräftigen Schauern oder Gewittern, nicht zwangsläufig als ganztägiger Dauerregen. Straßen können vorübergehend Wasser führen, und nicht asphaltierte Zufahrten werden schwieriger. Gleichzeitig wirkt die Vegetation im Hinterland grüner, und Wolken schaffen dramatische Lichtstimmungen.
Somone verfügt nur über begrenzte klassische Indoor-Sehenswürdigkeiten. Ein Regentag lässt sich daher nicht mit einer langen Liste von Museen oder Einkaufszentren füllen. Flexible Essenszeiten, ein geschützter Aufenthaltsbereich und Ausflüge erst nach Ende eines Schauers sind realistischer als ein eng getaktetes Programm.
Gezeiten sind wichtiger als der Kalendermonat
Für die Lagune ist neben der Jahreszeit vor allem die tägliche Tide entscheidend. Niedriger Wasserstand legt Schlick- und Sandflächen frei, während einlaufendes Wasser andere Bootswege ermöglicht und die Landschaft geschlossener erscheinen lässt. Auch Strömungen an der Mündung verändern sich im Tagesverlauf.
Wer eine Pirogenfahrt plant, sollte den gewünschten Schwerpunkt nennen: Landschaft, Fotografie oder Vogelbeobachtung. Ein lokaler Bootsführer kann die Abfahrt daran anpassen. Für Badeentscheidungen ist dagegen die sichtbare Situation am jeweiligen Tag wichtiger als eine allgemeine Gezeitentabelle.
Anreise und Mobilität
Vom internationalen Flughafen nach Somone
Der sinnvollste internationale Ankunftspunkt ist der Aéroport International Blaise Diagne bei Diass. Von dort führt die Straßenverbindung über das Hinterland der Petite-Côte in Richtung Sindia und weiter nach Somone. Ein vorab organisierter Transfer oder ein Taxi mit eindeutig vereinbartem Gesamtpreis ist die einfachste Lösung.
Vor der Abfahrt sollte geklärt werden, ob der Preis Gepäck, Wartezeit und die Fahrt bis zur konkreten Unterkunft umfasst. Bei später Ankunft ist eine gespeicherte Telefonnummer oder ein markanter Treffpunkt hilfreich, da Adressen nicht immer nach demselben System angegeben werden wie in Europa.
Unterwegs an der Petite-Côte
Zwischen Somone, Ngaparou, Saly und Mbour verkehren Taxis und weitere lokale Straßenverkehrsmittel. Für einzelne kurze Fahrten sind sie praktisch; bei Bandia, Popenguine oder Joal-Fadiouth bietet ein Fahrzeug mit Fahrer mehr Planungssicherheit. Preis und Rückfahrt werden vor dem Einsteigen vereinbart.
Somone besitzt keine reguläre touristische Fähre und keinen direkten Bahnanschluss. Innerhalb des Ortes sind viele Wege zu Fuß möglich, doch Hitze, fehlender Schatten und uneinheitliche Gehwege begrenzen längere Strecken. Nach Einbruch der Dunkelheit sind Taschenlampe oder Handylicht nützlich, besonders abseits stärker beleuchteter Straßen.
Verantwortungsvoll reisen in Somone

Das Feuchtgebiet mit Abstand erleben
Ein guter Besuch hinterlässt möglichst wenig Spuren. Abfall, Zigarettenreste und Plastik gehören nicht an Strand oder Lagune. Mangrovenwurzeln sollten weder betreten noch als Anlegehilfe genutzt werden. Auf Sandbänken ist Abstand zu ruhenden Vögeln einzuhalten, selbst wenn andere Besucher näher herangehen.
Lokale Pirogenführer und naturkundliche Begleiter schaffen Einkommen, das unmittelbar mit dem Erhalt der Landschaft verbunden sein kann. Entscheidend ist nicht die schnellste oder billigste Runde, sondern eine Tour mit Sicherheitsausrüstung und respektvoller Routenwahl.
Menschen und Arbeit respektvoll fotografieren
Fischerei, Verkauf und Verarbeitung sind Teil des realen Wirtschaftslebens. Vor Porträts ist Zustimmung einzuholen; ein Nicken in Richtung Kamera reicht nicht immer als eindeutiges Einverständnis. Kinder werden nur mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten fotografiert.
Wer Bilder veröffentlicht, sollte Somone weder als unberührte Wildnis noch als folkloristisches Fischerdorf darstellen. Der Ort ist eine wachsende Küstengemeinde, in der Naturschutz, Fischerei, Wohnen und Tourismus nebeneinander bestehen. Gerade diese Mischung macht Somones heutige Identität aus.
Häufige Fragen zu Somone
In welchem Land liegt Somone?
Somone liegt im westafrikanischen Senegal. Die Commune gehört zum Département Mbour in der Region Thiès und liegt an der Petite-Côte südöstlich von Dakar.
Ist Somone eine Insel?
Nein. Somone ist eine Küstengemeinde auf dem senegalesischen Festland. Prägend sind die Atlantikküste und die Lagune an der Mündung des kleinen Küstenflusses Somone.
Was ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Somone?
Das zentrale Reiseziel ist die Lagune de la Somone mit ihren Mangroven, Sandbänken und Vogelhabitaten. Besonders eindrucksvoll lässt sie sich vom Ufer oder bei einer geführten Pirogenfahrt erleben.
Kann man in Somone im Meer baden?
Baden ist an der Plage de Somone möglich, doch Brandung und Strömung müssen am jeweiligen Tag beurteilt werden. Eine durchgehende Badeaufsicht sollte nicht vorausgesetzt werden. Auch an der Lagunenmündung können starke Gezeitenströmungen auftreten.
Ist Somone für Familien geeignet?
Ja, vor allem für Familien, die Natur, Strandspaziergänge und ruhige Aktivitäten suchen. Geeignet sind kurze Lagunenfahrten und ein Ausflug zur Réserve de Bandia. Am Wasser benötigen Kinder wegen Brandung, Strömung und wechselnder Tiefen enge Aufsicht.
Welche Ausflüge lohnen sich ab Somone?
Zu den wichtigsten Zielen gehören die Réserve de Bandia, das Natur- und Wallfahrtsziel Popenguine sowie Joal-Fadiouth mit Muschelinsel, gemischtem Friedhof und Speicherinsel. Mbour bietet einen Einblick in den geschäftigen Fischereialltag.
Wie gelangt man vom Flughafen nach Somone?
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Aéroport International Blaise Diagne bei Diass. Von dort reist man per Taxi oder organisiertem Straßentransfer über das Hinterland der Petite-Côte nach Somone.
Wie viele Tage sollte man für Somone einplanen?
Für Lagune, Strand und eine Pirogenfahrt reichen zwei ruhige Tage. Mit Bandia, Popenguine oder Joal-Fadiouth lässt sich Somone gut als mehrtägiger Standort an der Petite-Côte nutzen.